Ciao Grenzhof
9901_grenzhof.jpgIm Laufe des Oktobers geht an der Ecke Grenzstrasse/Tössfeldstrasse eine Aera zu Ende - und etwas Neues beginnt. Matthias Erzinger singt den Grenzhof-Blues.

Mitte Oktober wird Jaime Moreno nach 44 Jahren im «Grenzhof» die Kochlöffel und seine Frau Doris das Serviertablett zum letzten Mal zur Seite legen. Nicht leichten Herzens, und besonders sie meint «Ich gehe nicht gerne». Jaime Moreno scheint den Tag eher herbei zu sehnen, an dem er nicht mehr täglich in der Küche stehen muss.
Die «Aera Moreno» auf dem Grenzhof in Töss – korrekt «kein Quadratmeter Töss», wie Jaime sagt, sondern im Tössfeld – beginnt schon Ende der 50er Jahre, als sein Vater das Quartierrestaurant übernimmt. Jaime selbst steht seit dem 1. Juli 1966 als Chef in der Küche. 1969 heiraten Doris, die in Schleswig Holstein aufgewachsen ist und der aus einer katalanischen Familie stammende und im Tössfeld aufgewachsene Jaime. Die Wohnung haben sie bewusst nicht im selben Haus wie das Restaurant und auch Doris steht noch nicht am Tresen, sondern schaut nach ihren Kindern.
1981 dann zügelt die Familie in die Wohnung oberhalb der Gasstätte, und Doris «übernimmt» die Gaststube. Damals kommen noch viele Gäste aus der «Rietere» und der «Sulzere» zum Mittagessen. Mit dem Ende vor allem der Sulzerfabriken auf dem Sulzerareal Stadtmitte verändert sich auch die Kundschaft und das Restaurant wandelt sich mehr und mehr. Heute sind es viele Angestellt aus dem Sulzerareal, Dozierende der Fachhochschule und Lehrerinnen und Lehrer, die im Grenzhof zu Mittag essen. Abends ist es vor allem eine treue Stammkundschaft, die im Grenzhof essen geht und die Gerichte von Jaime Moreno geniesst. Nie hat er eine grosse Speisekarte, sondern die Gäste lassen sich überraschen. Aber der Ruhm seiner Lammfilets, des Coniglio oder der zarten Cordon Bleus reicht weit. Einfach eine gute Küche ohne Schnickschnack.
Vermissen werden die beiden neben den Ausstellungen, Konzerten und Lesungen im Grenzhof auch die vielen Familienanlässe – Taufessen, Hochzeiten und Geburtstage, «aber keine Leichenmahle – das haben wir nie gemacht».
Ein Familienanlass ist es auch, der die Brücke zur Zukunft der Gastwirtschaft baut: Bambel Paganini, der Wirt des ehemaligen «Grünen Hund» in Veltheim heiratete im Grenzhof – und wird diesen ungefähr ab Dezember wieder für die Gäste öffnen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. September 2010 um 21:01 Uhr
 

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