Widerstand gegen Schulpavillon im Eichliacker

Bild LandboteUnter Anwohnern des Schulhausses Eichliacker regt sich Widerstand gegen den geplanten Schulpavillon, der in der Spielwiese vor dem Schulhaus erstellt werden soll. Unter dem Titel "Für die Erhaltung des Kinderspielplatzes Eichliacker an seinem idealen Ort" wurde eine Petition an den Stadtrat formuliert. Hier der Text der Eingabe: 

  Die Stadt Winterthur hat auf der Parkanlage des Schulhauses Eichliacker einen Erweiterungsbau von 39 Metern Länge, 11 Metern Breite und 8 Metern Höhe ausgesteckt. Es handelt sich dabei nicht um ein Provisorium, sondern um einen Holzbau, der je nach Aussage 40 bis 100 Jahre stehen soll. Die prächtige Parkanlage und eine der wenigen Grünflächen im Quartier wird aufgrund dieses Neubaus stark beeinträchtig und gut ein Drittel der Spielwiese wird wegfallen. Das ist um so bedauernswerter, weil die Anlage ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist. Da der Park auch von vielen Migranten und Migrantinnen genutzt wird, ist er ein Ort, an dem Integration gelebt wird. Ursprünglich war der Neubau auf der Seite Bütziackerstrasse geplant. Bei der entsprechenden Informationsveranstaltung kam es zu Protesten aus der Quartierbevölkerung. Während ein Erweiterungsbau im Grossen und Ganzen als notwendiges Übel akzeptiert wurde, verlangten viele Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers, dass der Neubau auf die Seite der Klosterstrasse gestellt werden sollte. Dadurch würde der Spielplatz für die Kleinkinder an seinem idealen Ort bleiben. Der Spielplatz steht im Sommer im Schatten der Bäume und wird in den anderen Jahreszeiten wunderbar besonnt. Deshalb wird er das ganze Jahr rege genutzt. Weitere Einwände gegenüber dem Standort wurden geäussert, beispielsweise in Bezug auf das Schulraumklima im Neubau oder städtebauliche Überlegungen. Die Stadtverwaltung hat diesen Anliegen Rechnung getragen und der Neubau wurde auf der Seite Klosterstrasse ausgesteckt. Darauf folgten Proteste, weil vier schöne alte Bäume hätten gefällt werden müssen. Anstatt den Neubau einfach soweit in die Wiese zu rücken, dass die Bäume hätten stehen bleiben können, entschied sich die Stadt dazu, den Neubau doch wieder auf die Seite der Bütziackerstrasse zu stellen. Der erneute Seitenwechsel bleibt aufgrund der eingestandenen grossen Nachteile völlig unnachvollziehbar. Obwohl Partizipation ein grossgeschriebenes Legislaturziel ist, hat es die Stadt versäumt, die Quartierbevölkerung von Beginn an in die Planung einzubeziehen und stellte an zwei Informationsveranstaltungen die Anwesenden vor vollendete Tatsachen. Die Unterzeichnenden dieser Petition verlangen aus den genannten Gründen, dass der Neubau auf die Seite Klosterstrasse gestellt wird und zwar so in die Wiese gerückt, dass bis auf einen alle Bäume stehen gelassen werden können. Aufgrund der knappen Grünflächen im Quartier und der kulturhistorisch erhaltenswerten Einheit von Schulhaus und Park verlangen die Unterzeichnenden zudem, dass der Neubau provisorisch für 10 Jahre bewilligt und dann zurückgebaut wird. In diesen 10 Jahren soll die Stadt eine vernünftige Schulraumplanung ausarbeiten und realisieren. Diese Petition können Erwachsene und Kinder aller Nationalitäten unterschreiben.

 

Kontaktadressen: Daniel Salzmann, Engelstrasse 12, 8406 Winterthur, Sakir und Elif Kaylan, Strittackerstrasse 27, 8406 Winterthur

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. August 2012 um 14:38 Uhr
 

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