Breite Unterstützung für den Güterschuppen

Gueterschuppen_280x186Die Absicht der Stadt Winterthur, den bereits geplanten Umbau des Güterschuppens beim Bahnhof Töss um Jahre zu verschieben, stösst auf immer mehr Widerstand. Die Tösslobby fordert in einem Brief an den Stadtrat wohlbegründet, dass der Umbau des Güterschuppens dringend ins Budget des nächsten Jahres aufgenommen werden soll. Über 20 Vereine, Parteien und Arbeitsgruppen aus Töss haben diesen Brief mitunterzeichnet.

Hier der zentrale Teil des Briefs im Wortlaut:

Im Herbst 2010 wurde bekannt, dass der Kredit für den Ausbau des Güterschuppens auf das Jahr 2015 verschoben wurde. Wir haben Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt. Nichtsdestotrotz besteht in unserem Stadtteil von allen Seiten ein grosser, dringender Bedarf an einem gut eingerichteten, ganzjährig nutzbaren Güterschuppen. Die Tösslobby und die Präsidentinnen und Präsidenten der Tössemer Vereine ersuchen Sie daher, diesen Entscheid rückgängig zu machen und den Umbau des Güterschuppens beim Bahnhof Töss ins Budget 2012 aufzunehmen, damit die Planung des Umbaus noch dieses Jahr weitergeführt werden kann.

Von den nach der Zukunftskonferenz Töss im Jahr 2005 erarbeiteten Projekten wurde sowohl von der Tössemer Bevölkerung als auch vom Stadtrat das Einzelprojekt "Begegnungsort Bahnhof Töss" als erstrangig eingestuft. Der Güterschuppen war immer ein Teil des ursprünglichen Plans. Aus folgenden Gründen bitten wir Sie, dieses Versprechen aus dem Projekt Töss einzulösen und die Realisierung des ganzen Projekts ohne Unterbruch voranzutreiben:

  • Der Mehrzweckraum im Aufnahmegebäude des Bahnhofs ist immer sehr gut ausgelastet, weitere Räume sind ein ausgewiesenes Bedürfnis.
  • Nutzungen, wie sie für den Güterschuppen geplant sind, lassen sich im sehr bescheidenen Mehrzweckraum aber auch in anderen öffentlichen Räumen des Quartiers nicht realisieren.
  • Gerade wegen der heterogenen Zusammensetzung der Quartierbevölkerung ist ein zusätzliches niederschwelliges Angebot notwendig. Es soll allen Bevölkerungsschichten ermöglicht werden, grössere Anlässe durchzuführen.
  • Bereits heute besteht ein grosses Interesse verschiedenster Veranstalter am Güterschuppen.

Die erwünschte Integrationswirkung des Projekts Töss trägt hier erste Früchte, immer mehr Veranstalter mit Migrationshintergrund möchten im Güterschuppen etwas anbieten. Weil Heizung und Isolation sowie Küche und Sanitär-Infrastruktur fehlen, ist der Raum aber heute nur beschränkt nutzbar. Indem der Kredit wieder ins Budget aufgenommen wird, bleibt dieses zarte Pflänzchen am Leben.

  • Es existiert heute eine von der Stadt eingesetzte und breit abgestützte Projektgruppe, welche das Nutzungskonzept ausgearbeitet hat und die bereit ist, an der Umsetzung mitzuwirken, daneben arbeitet die „Aktion Pro Güterschuppen“ daran, mit Eigenleistungen aus dem Quartier und Sponsoring die Umsetzung des Projekts zu unterstützen. Alle diese Freiwilligen stehen heute bereit; wenn nach zwei Jahren - eventuell - das Projekt wieder angescho-ben werden sollte, werden diese Kräfte und die heute vorhandene Energie fehlen.
  • Mit der kurz vor der Verabschiedung stehenden Umzonung des benachbarten Areals der SBB werden von dieser Seite keine Hürden mehr vorhanden sein.

Die Tösslobby unterstützt das Anliegen der Projektgruppe Güterschuppen, möglichst bald über einen grossen Veranstaltungsraum verfügen zu können.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. März 2011 um 14:23 Uhr
 

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