Die reformierte Kirche steht renoviert wieder offen

toess_ref2_150.jpgVon August 2009 bis September 2010 wurde die reformierte Kirche Töss einer Innenrenovation unterzogen. Nun kann sie am Bettag erstmals wieder in Gebrauch genommen werden. Mit einem Festgottesdienst und mit weiteren Anlässen wird die Wiedereröffnung gewürdigt.
Der Präsident der Baukommisson und ehemalige Sigrist Werner Handschin und Pfarrer Christian Eggenberger berichten.


Ganz verzichten wollte man auf die Kirche auch während der Renovation nicht. Am Muttertag wurde zu einem Gottesdienst, kurz darauf zu drei Kulturanlässen und im Juli zu einer Führung der Denkmalpflege in die noch von Baugerüsten dominierte Kirche eingeladen. Obwohl die Kirche nur innen renoviert wird, war sie auch aussen teilweise eingerüstet. Das war nötig, um die äussere Schutzverglasung ersetzen zu können. Sie war geätzt und dadurch wirkten die alten, bleigefassten, farbigen Fenster sehr trüb. Auch eine Wärmedämmung nach heutigem Standard konnte dadurch nicht gewährleistet werden. Die neue, klare Islolierverglasung bringt die alten, bunten Scheiben wieder zum Leben und gewährleistet eine genügende Wärmedämmung.

Das Beispiel der Fenster zeigt, was unser Hauptziel bei der Renovation war: Unter Wahrung des Charakters des 1855 erbauten Gotteshauses sollten die technischen und praktischen Einrichtungen verbessert, und durch die nun helleren Farbtöne der Oberflächen sowie durch die Ergänzung der bestehenden dekorativen Bemalung wieder ein einheitlicher, festlicher Raum geschaffen werden.

So werden Sie in der reformierten Kirche Vertrautes und Neues finden. Neu sind der Bodenbelag – in zwei Grautönen gemusterte Kunststeinplatten – die Eichenmaserierung, und darüber ein gemaltes, dekoratives Rankenmotiv, das den ganzen Kirchenraum horizontal durchzieht. Auch auf die vormals graue Kanzel wird nun die Holzmaserierung ausgeweitet. Das Chor wird um zwei Stufen angehoben und nähert sich damit wieder mehr seiner Gestalt vor der Renovation von 1976 an. Weil die Chöre nur noch ausnahmsweise die Empore benutzen, wurde diese verkürzt. Die treppenartigen Abstufungen auf der Empore wurden steiler angelegt, sodass nun 80 Sitzplätze mit guter Sicht entstanden sind. Die bewährten Stühle werden dank einem neuen Polster wie neu aussehen und können nun im ebenfalls neu geschaffenen Abstellraum im Untergeschoss gut verstaut werden. Das ist besonders dann hilfreich, wenn für die Veranstaltungen nicht die volle Anzahl Stühle gebraucht werden. Auch das Archiv der Kirchgemeinde sowie die neu gestalteten Toiletten finden im erweiterten Untergeschoss Platz. Der Abgang dazu und der Aufgang zur Empore gehen nun vom Innern des Kirchenraums aus. Von dort führt nun auch neu je eine Türe zum behaglicher gewordenen Pfarr- und Besprechungszimmer und zum Serviceraum des Sigristen. Dort, also im Parterre, findet sich nun auch ein Behinderten-WC.

Am Dorfet konnte übrigens schon ein – allerdings beschränkter – Blick in die Kirche geworfen werden. Wir sind dankbar für die Renovation gute Planer und Unternehmer gefunden zu haben. Sie erfüllen ihre Aufgabe mit Hingabe und Pflichtbewusstsein. Architekt Ernst Rüegg und sein Team haben mit Engagement und Umsicht die Aufgabe angepackt. Mit wenigen Ausnahmen konnten wir ansässige Handwerksbetriebe beauftragen. Wir sind froh, dass wir bis jetzt von Unfällen verschont geblieben sind und bitten Gott um seinen Segen und um einen guten Abschluss bis zum 19. September 2010.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 29. September 2010 um 10:17 Uhr
 

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